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Anna Lorek Fotografie
Familienshooting draußen: Familie beim Spielen auf einer Wiese im Landkreis Verden
Familie ·

Von Anna-Lina Lorek

Familienshooting draußen oder zuhause? So entscheidet ihr

Familienshooting draußen oder zuhause? Beides gibt völlig unterschiedliche Bilder. Meine Entscheidungshilfe nach Alter der Kinder, Wetter und Aufwand.

Beim Familienshooting draußen bekommt ihr Weite, Bewegung und warmes Abendlicht, zuhause bekommt ihr Nähe, Ruhe und Bilder, die in zehn Jahren zeigen, wie ihr damals gewohnt habt. Mit Babys und Kindern unter anderthalb Jahren rate ich fast immer zu zuhause, ab zwei Jahren fast immer nach draußen. Beides kostet bei mir gleich viel, es ist also keine Geldfrage, sondern eine Frage nach dem Bild, das ihr euch an die Wand hängen wollt.

Ich bin Anna, Fotografin in Kirchlinteln bei Verden. Die Frage, ob ein Familienshooting draußen oder zuhause stattfinden soll, kommt in fast jedem Vorgespräch, und ich merke, dass viele Familien sie für eine Kleinigkeit halten. Ist sie nicht. Sie entscheidet über den Charakter der ganzen Serie. Wie ich arbeite und wer hinter der Kamera steht, könnt ihr auf meiner Seite zum Familien-Fotoshooting und über mich nachlesen.

Der eine Unterschied, der wirklich zählt

Alles andere ist Detail. Draußen fotografiere ich, was ihr tut. Zuhause fotografiere ich, wie ihr seid.

Draußen läuft ihr, tragt Kinder auf den Schultern, werft Steine in die Aller, rennt durchs Feld. Die Bilder haben Bewegung, Luft und einen Horizont. Ich arbeite mit mehr Abstand, oft aus zehn oder fünfzehn Metern, und ihr vergesst mich dabei schneller.

Zuhause sitzt ihr auf dem Sofa, die Kinder klettern über euch, jemand kocht Kaffee, das Licht kommt aus einem einzigen Fenster. Ich bin näher dran, manchmal nur zwei Meter entfernt, und die Bilder werden enger, stiller und deutlich intimer.

Beides sind gute Familienfotos. Sie erzählen nur zwei verschiedene Geschichten. Wenn ihr beim Nachdenken merkt, dass euch eine der beiden Beschreibungen wärmer wird, habt ihr eure Antwort schon. Falls nicht, hilft die folgende Übersicht weiter.

DraußenZuhause
Lichtwarmes Abendlicht, gratis und kaum zu schlagenein Fenster, weich und gleichmäßig
Wetterrisikovorhanden, Absprache am Vortagkeins
Variationdrei bis vier Umgebungen pro Terminrealistisch zwei Räume
Bestes Alterab etwa zwei JahrenBaby bis anderthalb Jahre
Aufwand für euchanziehen, fahren, pünktlich seinTür aufmachen
Dauer60 bis 90 Minuten60 bis 90 Minuten, Pausen jederzeit
Preis bei mirgleichgleich

Familienshooting draußen: wofür es spricht

Für die meisten Familien, die zu mir kommen, ist draußen die richtige Wahl. Die Gründe sind ziemlich handfest:

  • Licht ohne Kompromisse. Ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang bekomme ich draußen ein Licht, das ich drinnen nur mit Aufwand nachbaue. Warm, weich, von der Seite.
  • Platz für Kinder. Wer rennen darf, wird locker. Ich habe noch kein Kind erlebt, das auf einer Wiese so angespannt war wie im eigenen Wohnzimmer, wenn dort ein fremder Mensch mit Kamera steht.
  • Abstand hilft. Ich kann weiter weggehen, mit längerer Brennweite arbeiten und euch machen lassen. Ihr vergesst mich schneller, und genau dann fange ich an, gute Bilder zu bekommen.
  • Jahreszeit als Gestaltungsmittel. Rapsfeld im Mai, Laub im Oktober, Raureif im Januar. Draußen datiert sich das Bild selbst.

Rund um Verden gibt es dafür mehr Orte, als die meisten vermuten: die Allerwiesen, die Birken im Sachsenhain, die Felder bei Dauelsen, der Stadtpark, die Wege am Deich Richtung Dörverden. Welche Location zu welchem Alter passt und wo man wirklich parken kann, habe ich bei den Familienshooting-Locations in Verden durchgearbeitet.

Wo es draußen hakt

Ehrlich bleiben gehört dazu. Draußen seid ihr vom Wetter abhängig, ihr müsst euch anziehen, ins Auto steigen und pünktlich an einem Treffpunkt sein. Mit zwei kleinen Kindern ist das eine logistische Aufgabe für sich. Im Winter bleiben euch je nach Licht nur 45 gute Minuten, im Hochsommer verschiebt sich alles auf halb neun abends, was mit Kindergartenkindern hart an der Schlafenszeit liegt.

Und wenn euer Baby genau in dieses Zeitfenster hinein müde wird, könnt ihr das nicht verschieben, weil die Sonne nicht wartet. Genau an dieser Stelle scheitern Außentermine mit den ganz Kleinen. Welche Jahreszeit sich insgesamt für euch anbietet, habe ich unter wann das Familienshooting am besten stattfindet aufgedröselt.

Familienshooting zuhause: wofür es spricht

Zuhause wird unterschätzt, und ich schlage es öfter vor, als Familien erwarten. Euer Kind ist auf vertrautem Boden: kein fremder Ort, kein Autositz, kein Anziehen. Das nimmt bei kleinen Kindern den größten Stressfaktor raus, noch vor allem anderen.

Der Mittagsschlaf ist zuhause kein Problem, sondern Teil des Plans. Wenn das Baby einschläft, warte ich einfach. Das Bett ist ja da, und meistens ist das Kind nach vierzig Minuten fröhlicher als vorher. Draußen wäre der Termin an dieser Stelle gelaufen. Das Wetter ist ebenfalls egal: Regen im Oktober, Sturm im November, völlig gleichgültig, kein Ausweichtermin und keine Absprache am Vortag.

Und dann ist da ein Punkt, den die meisten erst hinterher zu schätzen wissen. Die Küche, in der ihr 2026 gewohnt habt. Das Kinderzimmer mit genau dieser Tapete. Der Sessel, den ihr längst weggegeben habt. In zehn Jahren ist das der Teil, der euch am meisten anspringt, mehr als jede schöne Wiese.

Was ich dafür brauche, ist überschaubar: ein Raum mit einem größeren Fenster, tagsüber Licht, und die Bereitschaft, das Sofa für eine halbe Stunde zur Seite zu schieben. Aufgeräumt muss bei euch nichts sein. Ich fotografiere eure Familie, nicht eure Wohnung, und der Wäschekorb bleibt außerhalb des Ausschnitts.

Wo es zuhause hakt

Manche Wohnungen geben es einfach nicht her. Wenn der einzige helle Raum acht Quadratmeter hat oder das große Fenster direkt auf eine Hauswand zwei Meter weiter zeigt, wird es eng. Machbar ist es fast immer, die Serie wird nur schmaler. Auf die Himmelsrichtung kommt es dabei weniger an, als viele denken: Nordfenster geben ein sehr weiches, gleichmäßiges Licht, mit dem ich gern arbeite. Schwierig wird eher pralle Südsonne am Nachmittag, weil sie harte Streifen ins Zimmer legt.

Der zweite Punkt ist die Abwechslung. Draußen wechsele ich in 60 Minuten drei- oder viermal die Umgebung, in eurer Wohnung sind es realistisch zwei Räume. Die Bilder ähneln sich also stärker. Das ist kein Mangel, wenn ihr genau diese ruhige Serie wollt. Man sollte es nur vorher wissen.

Meine Entscheidungshilfe nach Alter

Wenn ihr euch nicht entscheiden könnt, geht nach dem jüngsten Kind. Das bestimmt am Ende sowieso den Takt.

Alter des jüngsten KindesMeine Empfehlung
0–6 MonateZuhause. Warm, ruhig, jederzeit stillen und wickeln.
7–18 MonateZuhause, oder draußen mit kurzem Weg und großzügigem Zeitfenster.
1,5–4 JahreDraußen. In dem Alter ist Bewegung die halbe Miete.
ab 5 JahreDraußen, wenn ihr wollt gern an einem Ort mit Bedeutung für euch.
Gemischte Gruppe mit BabyZuhause anfangen, danach 20 Minuten vor die Tür.

Bei Kleinkindern zwischen einem und drei Jahren gelten nochmal eigene Regeln, weil in diesem Alter niemand auf Ansage stillsitzt. Was da hilft, steht beim Familienshooting mit Kleinkindern.

Warum nicht beides?

Machen wir oft, und es ist häufig die beste Lösung. Wir fangen bei euch zuhause an, in Ruhe, mit Kaffee und ohne Jacken. Nach 30 bis 40 Minuten sind alle warmgelaufen, und wir gehen die letzten 20 Minuten noch vor die Tür: in den eigenen Garten, an den Feldweg hinterm Haus, in die Straße mit den alten Bäumen.

Der Vorteil liegt weniger in der Abwechslung als im Aufwärmen. Die ersten zwanzig Minuten sind bei fast jedem Shooting die schwächsten, weil alle noch merken, dass da eine Kamera ist. Wenn diese Phase in eurem Wohnzimmer stattfindet statt auf einer Wiese, seid ihr draußen schon locker, wenn das gute Licht kommt.

Das funktioniert allerdings nur, wenn draußen etwas in Gehweite liegt. Wenn wir für den Außenteil erst 20 Minuten fahren müssten, lasse ich es und wir bleiben komplett drinnen. Halbe Sachen kosten mehr Zeit, als sie an Bildern bringen.

Was das für Outfits bedeutet

Ein Punkt, der oft vergessen wird: Drinnen und draußen wollen unterschiedliche Kleidung.

Draußen funktionieren gedeckte Erdtöne, Jeans, Strick, feste Schuhe. Alles darf dreckig werden, und das wird es auch. Zuhause dagegen wirken schwere Winterjacken und Straßenschuhe fehl am Platz. Da nehmt ihr lieber weiche Sachen, Wollsocken oder barfuß, ruhige Farben, die sich mit euren Wänden vertragen. Wenn eure Couch knallrot ist, ist Rot am Körper keine gute Idee.

Die vollständige Farb- und Materiallehre inklusive der Frage, was man an die Füße zieht, habe ich bei den Outfits fürs Familien-Fotoshooting gesammelt.

Häufige Fragen

Kostet ein Familienshooting zuhause weniger als draußen?

Nein. Beides dauert gleich lang und macht bei der Nachbearbeitung dieselbe Arbeit. Bei mir kostet es entsprechend dasselbe. Alle Preisfaktoren stehen bei was ein Familien-Fotoshooting kostet.

Unsere Wohnung ist klein. Geht das trotzdem?

In den allermeisten Fällen ja. Ich brauche kein großes Wohnzimmer, sondern ein gutes Fenster. Wir arbeiten dann enger, näher am Gesicht, und das ergibt oft die berührendsten Bilder der ganzen Serie.

Bringst du Licht mit, wenn es drinnen dunkel ist?

Ich arbeite am liebsten mit dem Licht, das da ist, weil die Bilder dann natürlicher wirken. Für dunkle Wohnungen oder Wintertermine habe ich aber eine dezente Lichtquelle dabei, die das Fensterlicht ergänzt, ohne dass es nach Studio aussieht.

Muss ich vorher aufräumen?

Räumt weg, was euch selbst stören würde, wenn ihr das Bild später anschaut. Mehr nicht. Die üblichen Spuren eines Familienalltags gehören dazu und landen ohnehin selten im Bild.

Was, wenn wir draußen buchen und es regnet?

Wir sprechen uns am Vortag ab. Entweder verschieben wir kostenfrei, oder wir ziehen zu euch nach drinnen. Leichter Nieselregen und bedeckter Himmel sind übrigens kein Grund abzusagen, das Licht ist dann sehr schön.

Können die Großeltern zuhause dabei sein?

Gern, ab etwa sechs Personen wird es in normalen Wohnzimmern allerdings eng. Bei größeren Gruppen empfehle ich draußen, dort habe ich Platz für Aufstellungen und wechselnde Konstellationen. Mehr dazu beim Familienshooting mit Großeltern.

Wie viel Zeit sollten wir einplanen?

60 bis 90 Minuten, drinnen wie draußen. Rechnet zuhause zusätzlich zehn Minuten fürs Ankommen ein, bei einem Außentermin eher die Anfahrt.

Wollt ihr das durchsprechen?

Ihr müsst euch nicht vorher entscheiden. Schreibt mir einfach über das Kontaktformular, wie alt eure Kinder sind und wo ihr wohnt, dann schlage ich euch etwas vor. Ich bin regelmäßig in Verden, Achim, Langwedel, Dörverden und Kirchlinteln unterwegs, und häufig kenne ich in eurer Nähe schon einen passenden Platz. Wenn ihr vorher noch mehr zum Ablauf lesen wollt, findet ihr alles im großen Familienshooting-Ratgeber.

Mehr dazu auf annalorek.de

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